Themenbereiche der Digitalisierung

Darüber, wie die Digitalisierung die Geschäftswelt umwälzen wird, wurde viel geschrieben und geredet. Weniger Gedanken habe ich zur Frage gefunden, was das alles für den Einzelnen bedeutet.

Ich glaube, das Wichtigste ist, sich konkret mit den dahinter liegenden Ursachen und universellen Auswirkungen zu beschäftigen. Denn sind die erst mal besser verstanden, ermöglicht das neue Perspektiven auf beides – business und Privatleben. Und auf die Gesellschaft als Ganzes.

Da mein Buch möglichst weitreichend sein soll, war es mir wichtig, möglichst viele Aspekte und Themenfelder der Digitalisierung abzudecken. Das war nicht schwer, immerhin greift die Digitalisierung in fast jeden Aspekt unseres Lebens ein. Schwer war es dagegen, die zahlreichen Aspekte zu gruppieren und abzugrenzen. Ich hoffe, das in der Kapitelstruktur meines Buches ausreichend gut geschafft zu haben.

Die Kapitel

Im Vorwort reflektiere ich, was es bedeutet, in exponentiellen Zeiten zu leben. Denn die Digitalisierung der Welt schreitet exponentiell voran – der Mensch ist aber eine lineare Wahrnehmung und lineares Denken gewohnt. Was bedeutet das?

Die darauf folgenden Kapitel sollen sich vor allem mit Paradigmenwechseln beschäftigen. Also Dingen, die in der „alten Welt“ einfach keinen Sinn ergeben haben, heute aber wichtig sind: Dinge müssen zum Beispiel nicht fertig sein, um nützlich zu sein. Das Stichwort hier ist Permanent Beta. Und eigentlich müssen Dinge überhaupt nicht mehr irgendwo „sein“. Denn digitale Daten sind immer und überall.

Wichtig finde ich auch, über die Kraft der Kopie zu sprechen. Denn im Innersten sind alle digitalen Vorgänge nichts als Kopien. Daraus resultieren so Denkmuster wie die „Null Grenzkosten Gesellschaft“ oder der Trend dahin, immer mehr relevante Dienste kostenlos beziehen zu können. Ein weiteres Thema ist die Messbarkeit. Nicht nur von Dingen, sondern auch von Menschen. Nämlich auch von sich selbst.

Spätestens an dieser Stelle sollte die Erkenntnis kommen, dass Metaphern aus der nicht-digitalen Welt oft scheitern. Hat man sich von ihnen ein mal Gelöst, kann man die Digitalisierung für sich selbst gestalten.

Durch die Vernetzung, ebenfalls tief technisch angelegt, können Menschen plötzlich viel dynamischer aussuchen mit wem und mit wie vielen anderen Menschen oder Computern sie reden. Das bietet Chancen für neue Formen der Kommunikation.
Das Thema Privacy fordert hingegen nicht nur ein Umdenken, sondern auch einen neuen Konsens auf gesellschaftlicher Ebene.

Resultierend aus den Beobachtungen rund um das Kopieren und die neuen Vernetzungsmöglichkeiten liegt der Schritt zu weiteren Beobachtungen nahe. Zum Beispiel die Tatsache, dass man heute sehr viel sehr einfach selbst machen kann, wozu man früher viel mehr Menschen gebraucht hätte. Auch den Begriff der Schwarmintelligenz kann man in diesem Kontext kritisch analysieren.

Zur Mediennutzung des Einzelnen wird viel unter dem Begriff „Informationsüberflutung“ zusammengefasst. Dabei lässt sich mit der Herangehensweise der Informationskonsum heute viel besser steuern und regulieren als jemals zuvor.

Wichtig ist nur zu verstehen, dass Medien immer implizite Wirkungen haben, das sollte ein Ausflug zu McLuhan klar machen. Angst muss man davor nicht haben, besonders, wenn man gelernt hat, den Einfluss von Medien zu durchschauen.
Und was für Medien gilt, gilt insbesondere für die sogenannte „Technik“. Diesen Begriff gilt es, unter den Aspekten der Technologiekritik, der Erwachsenenbildung und der sogenannten „User Centricity“ zu verstehen.

Wenn man so tief eingestiegen ist, darf natürlich auch das Thema Algorithmen nicht fehlen. Wird der Mensch überflüssig? Wie kann ich selbst nicht überflüssig werden?

Für das Schlusswort möchte ich dann eine sehr allgemeine Empfehlung aussprechen und mich an meinen eigenen Maßstäben messen.